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meck architekten
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Dominikuszentrum, München,
2008

Im neuen Stadtteil an der Münchener Nordheide bildet das Dominikuszentrum eine kulturelle und geistliche Mitte. Der Andachtsraum und die sozialen und kulturellen Einrichtungen gruppieren sich um einen Innenhof.
Verschiedene Durchgänge laden zum Betreten oder Hindurchgehen ein.
Zugleich bildet der zum Platz hin orientierte Hauptdurchgang die Raumhülle für den erweiterten Andachtsraum, welcher der sinnstiftende Schwerpunkt der Anlage ist und weithin sichtbar die Basis der anderen Einrichtungen überragt. Ein Pfarr- und Jugendheim mit Pfarrsaal, ein Kindergarten, das Caritas-Zentrum München-Nord und eine Jugendstelle für zwei Dekanate sind die weltlichen Bausteine des Dominikuszentrums.

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Prägendes Material ist ein besonders unregelmäßig gebrannter Torfbrandklinker. Er erinnert an das Urmaterial Erde und steht mit seiner Größe und seiner manuell-haptischen Qualität für zeitüberdauernde Baukultur und für den menschlichen Maßstab. Dabei ist der Ziegel so eingesetzt, dass er die Idee eines aus einem Ziegelvolumen geschnittenen Baukörpers unterstreicht.

Die Proportion des Andachtsraums ist im Grund- und im Aufriss aus dem goldenen Schnitt entwickelt. Eine leichte Drehung der Außenwände aus dem rechten Winkel erzeugt eine Raumdynamik, die zum Ort der persönlichen Andacht, der Maria, führt. Durch ein großes Oberlicht fällt Tageslicht durch Textauszüge des Glaubensbekenntnisses und füllt den Raum mit Bedeutung. Grund für das Licht ist die Farbe Blau. Diese bildet, auf die Ziegel gelegt, die innere architektonische Hülle des Andachtsraumes und gibt ihm neben der besonderen Farbstimmung auch spirituellen Inhalt. Der blaue Raum trägt die Farbe der Maria und ist das kulturübergreifende Zeichen für das Himmlische und Göttliche.

Wettbewerb: 1.Preis, 2003

Planungsbeginn: November 2003

Fertigstellung: Juli 2008

 

Architekten:

meck architekten

Prof. Andreas Meck †
 

 

Mitarbeiter:

Wolfgang Amann (Projektleitung), Susanne Frank, Peter Fretschner (Projektleitung), Wolfgang Kusterer, Werner Schad

 

Fotografie:

Florian Holzherr, München; Michael Heinrich, München

 

Auszeichnung:

  • Deutscher Ziegelpreis 2011 Anerkennung in der Kategorie: Bauten mit Klinkervorsatzschalen 
  • Designpreis Deutschland 2012 Nominierung „es liegt da, als ob es schliefe das dominikuszentrum in münchen“
  • iF communication design award 2011 für „es liegt da, als ob es schliefe das dominikuszentrum in münchen“ Hg: Dr. Hans-Jürgen Dennemarck, Baureferent/Dr. Norbert Jocher, Kunstreferent des Erzbischöflichen Ordinariats München
  • Fritz-Höger-Preis 2011 1. Platz Gesamtsieger
  • BDA-Architekturpreis 2010 Große Nike Nominierung
  • BDA Preis Bayern 2010 Nominierung
  • contractworld.award 2010 Education, Healthcare 2. Preis
  • Mies van der Rohe Award 2009 European Union Prize for Con- temporary Architecture Nominierung
  • DAM Preis für Architektur in Deutschland 2009 Würdigung
  • contractworld.award 2010 Education, Healthcare 2. Preis

 

Möblierung:

meck architekten

 

 

Weitere Projekte: