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Pfarr- und Jugendheim, Lenting,
1998

Das neue Pfarr- und Jugendheim liegt auf dem Gelände des von der Pfarrei St. Nikolaus betriebenen Kindergartens in Lenting. Das reizvoll begrünte Grundstück ist ein ehemaliger Steinbruch, der mit seiner bewegten Topographie einen nur minimalen Eingriff nahelegte. Das Pfarrheim ist deshalb als eigenständige „Holzkiste“ konzipiert, welche die Topografie unberührt lässt. Unterstützt wird diese Idee durch den leichten Charakter des Materials Holz sowie durch die Farbgebung, die das Körperhafte unterstreicht.
 

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Der einfache Baukörper definiert mit seiner Lage parallel zur nordwestlichen Grundstücksgrenze den Ort neu und bildet den bisher fehlenden Abschluss. Mit einem Steg überwindet die barrierefreie Erschließung die Hangkante zur Straße.

Der Weg in und durch das Gebäude ist als differenzierte Abfolge von Raumeindrücken angelegt, die sich im Inneren in einer dynamischen, lichtorientierten Schnittstruktur fortsetzt. Der Pfarrsaal und die Gruppenräume dagegen sind als ruhende Räume proportioniert. Sie öffnen sich zum schönen Garten.

Großer Wert wurde auf die Oberflächenqualität gelegt: Innen ist das Gebäudes wie ein begehbares Möbel vollständig mit Holz ausgeschlagen. Die Konstruktion in Holzbauweise mit der Möglichkeit der Vorfertigung erlaubt trotz der beengten Grundstückssituation einen rationellen Bauablauf in nur zehn Monaten und ohne größere Beeinträchtigung der angrenzenden Kindergartennutzung.

Wettbewerb: Oktober 1996

Planungsbeginn: Oktober 1996

Fertigstellung: September 1998

 

Architekten:

Prof. Andreas Meck † (meck architekten)

und Stephan Köppel (Architekt) (Phase 4 bis 8)

 

Mitarbeiter:

Alfred Flossmann, Susanne Frank, Peter Fretschner, Eva Maria Krebs, Werner Schad

 

Fotografie:

Michael Heinrich, München

 

 

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