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Kirchenzentrum Riem,
2000

Der Stein
Inmitten der heterogenen, vielgestaltigen Bebauungen der neuen Messestadt Riem wächst am Stadtplatz der steinerne Block des Kirchenzentrums aus dem Boden. Die Volumen sind wie aus einem Stein geschnitten und strahlen Ruhe und Kraft aus. Die besondere Bedeutung des Baukörpers ist augenscheinlich.

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Die gemeinsame Basis 
Die gemeindlichen Einrichtungen der beiden Konfessionen bilden die gemeinsame inhaltliche und baukörperliche Basis. Aus ihr erwachsen skulptural die beiden Kirchenräume und der Turm. Mittelpunkt der Basis ist ein gemeinsamer Hof ( der Kirchplatz). Von hier aus werden die beiden Kirchen und alle gemeinschaftlichen Einrichtungen erschlossen. Der Hof eröffnet die Möglichkeit der Begegnung und des Miteinanders ohne es zu fordern.

„Versöhnte Verschiedenheit“
Katholisches und evangelisches Gotteshaus sind individuell in Größe, Raum und Ausstattung. Und doch gehorchen sie einer gemeinsamen Formensprache und werden durch den Stein der Basis zusammengebunden. Ihre Volumen sind im Gebäudekomplex so zueinander in Beziehung gesetzt, dass sie in einen Dialog treten. Ein Miteinander wird ermöglicht ohne Gleichsetzung oder Dominanz: „Vielmehr als was uns trennt, ist was uns eint.“

Lichtraum
Licht ist das prägende Element der beiden Kirchen. Bei beiden Kirchen wird das lithurgische Ostlicht durch ein ganztägiges Zenitlicht abgelöst. Das Licht wird bewußt als gestaltendes, transzendentes Element des Kirchenraums eingesetzt: Der Altarbereich wird als Mittelpunkt hervorgehoben. Die Lichtführung in der katholischen Kirche wird zusätzlich inszeniert: Tabernakelausleuchtung, Lichtfuge an der Decke, punktuell durch die Seitenwand einfallendes Licht und das Oberlicht über dem Taufstein markieren zusätzliche wichtige Orte und tragen zur Raumdramaturgie bei. 

Erhabene Einfachheit
Ganz aus Stein geschichtet zeigt sich das Kirchenzentrum dem Besucher von außen und beim Betreten des gemeinsamen ruhigen Hofes. Bodenbeläge aus Naturstein korrespondieren mit Mauern aus geschnittenem, geschichtetem Gneis. Eine große Platane gibt dem Hof Mitte und spendet im Sommer Schatten. Folgt der Besucher dem Stein durch die Stahltüren in den Kirchenraum wird er überrascht durch einfache, glatte Wände. Weiß gekalkt bilden sie den Grund für das Licht und den stillen erhabenen Ort für die Lithurgie.

„Und in der Stille ist Gott“ Romano Guardini 

Wettbewerb: 1. Preis, 2000

Fertigstellung: nicht realisiert

 

Architekten:

meck architekten

Prof. Andreas Meck

 

 

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