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meck architekten
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Aufberg 1113, Piesendorf,
2008

Ein kleines Haus am Berg.
Ein steiler Hang. 
Räume für einen Sonnenmenschen. 
Der Blick geht nach Süden auf Gletscher und in zwei Täler.
Kein Firlefanz.
Eine Mauer aus Stahlbeton folgt dem Weg ins Haus.
Die Wände folgen den Höhenlinien.
Ein Sockel entsteht, der einen Holzbau trägt.
Leicht und weit auskragend öffnet er sich der Sonne.
Der Kamin bildet den Mittelpunkt des Hauses.
Zwei Wohnungen: Die eine introvertiert, den Blick gerahmt wie ein Bild an der Wand, ein Patio, ein Alkoven ausgekleidet mit grauem Loden.
Die andere, extrovertiert, offen, mit Rundumblick von Osten nach Westen, die Terrasse frei schwebend in luftiger Höhe.
1113 Meter über Normalnull.

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Material. Farbe. Oberfläche.
Die introvertierte Wohnung, sich anlehnend an den steilen Hang.
Der Boden steinern und roh: Gneis, polygonal verlegt.
Wer barfuß geht, spürt den Felsen, auf dem das Haus steht.
Die Wände weiß, aber tief eingeschnittene Fensteröffnungen. 
Öffnungen wie Landschaftsrahmen, in denen man sitzen kann. 
Ein Patio mit Landschaftsrahmen, in dem man sitzen kann.
Rückzug mit Ausblick. 
Vom Alkoven ins gemeinsame Wohnen.
Vom Wohnen in den Patio.
Von Innen nach Außen.
In die gewaltige Landschaft.
Die obere Wohnung. 
Ein Vogelnest.
Leicht anmutendes Material, offen der Blick.
Sibirische Lärchenbohlen am Boden, die Fassade großzügig öffenbar zum Balkon und der auskragenden Terrasse.
Der Raum beginnt im Inneren und endet im Freien, schwellenlos.
Und dennoch Entsprechungen zwischen den beiden Wohnungen.
Die Raumschale weiß.
Die Küchen weiß, mit einer Arbeitsplatte aus Beton.
Die Bäder als Wellnessbereich - mit Blick nach außen.
Unten das Badezimmer sich öffnend zum Patio. 
Oben das Badezimmer mit Blick in den Himmel, die freistehende Badewanne mit Blick ins Tal.
Der freistehende Kamin. 
Raumprägend und von allen Seiten erlebbar.

Konstruktion.
Eisenbetonwände als Grundstock - die Struktur ein Holzrelief.
Kreuzlagen gewährleisten die Auskragungen, darauf der Holzbau, vorgefertigt. 
Elementbauweise, dampfdiffusionsoffen. Kanthölzer, beidseitig beplankt, mit Dämmung gefüllt.
Lärchenholzbretter, hinterlüftet,schwarz gestrichen - die Hülle zum Schutz.
Die Fassade. 
Pfosten als Grundgerüst, öffenbare Schiebeelemente, eine gläserne Füllung trennt innen und außen.

Energie.
Erdsonden nutzen die Tiefen des Berges.
Pumpen fördern Energie ans Tageslicht.
Wärmetauscher speisen den Kreislauf der Wand- und Bodenheizung. Die Temperaturen hierfür sind ideal.
Kamine sorgen für Behaglichkeit und Glückshormone.
Die Anforderungen der Salzburger Wärmeschutzverordnung sind erfüllt.

Planungsbeginn: August 2005

Fertigstellung: Juni 2008

 

Architekten:

meck architekten

Prof. Andreas Meck

 

Mitarbeiter:

Erwin J. Steiner, Andreas Westner

 

Bauleitung:

Andreas Volker, Zell am See

 

Fotografie:

Michael Heinrich, München

 

Auszeichnung:

  • 2. Rosenheimer Holzbaupreis 2008, RosenheimKreis e.V., Rosenheim
  • Architekturpreis Land Salzburg 2008, INITIATIVEARCHITEKTUR, Salzburg
  • „Das beste Haus“, Architekturpreis 2009, Bausparkasse der österreichischen Sparkassen AG, Wien
  • Holzbaupreis 2011 pro: Holz Salzburg, pro: Holz Tirol 

 

 

Weitere Projekte: