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Kirchenzentrum Seliger Pater Rupert Mayer, Poing,
2018

Am Übergang zwischen Stadt- und Landschaftraum gelegen, ordnet die neue Kirche wie ein Schlussstein die städtebaulich sensible Situation. Glockenträger und Pfarrhaus nehmen sich in ihrer Höhenentwicklung zurück . Sie bilden die Raumkanten für den Kirchplatz und damit den straßenseitigen Rahmen für die Kirche.

Betritt der Besucher den zum Altar hin abfallenden Kirchenraum, so öffnet sich ein zum Himmel strebender Raum aus Licht. In Analogie zur Dreifaltigkeit prägen drei große Lichtöffnungen mit ihrer jeweiligen Lichtführung die unterschiedlichen liturgischen Orte und Handlungen.

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Getragen wird die Kirche sowohl statisch als auch inhaltlich durch ein überdimensional großes Raumkreuz, das sich dem Besucher als kraftvolles Bild in Form des Dachfaltwerkes offenbart. Die dadurch wohlproportioniert gegliederte Raumschale schafft unterschiedliche Orte der Andacht. Die Anordnung der liturgischen Orte und des Gestühls ist durch den Geist der Communio und die Choreographie der liturgischen Handlungen geprägt.

Die Basis der Kirche bildet ein massiv gemauerter  Sockel aus Nagelfluh, der im Volksmund auch als „Herrgottsbeton“ bezeichnet wird. Darüber erhebt sich die bewegte, mit weißen Keramikkacheln bekleidete Dachlandschaft und entfaltet skulpturale Kraft. Die plastische Gestaltung der Keramikkacheln ist dabei dem Lichtraumprofil des Kirchenraumes entlehnt. Die Differenzierung zwischen der weißen Raumkrone und dem steinernen Boden- und Wandsockel thematisiert die Vorstellung von Himmel und Erde, von Transzendenz und Immanenz, in deren Spannungsfeld der Kirchenraum verortet ist.

Auf einem sphärischen, vergoldeten Dachkreuz blickt ganz oben ein Hahn nach Osten. Ein seit früher Zeit vertrautes Bild: Mit dem Morgen richtet sich der Blick auf Christus, die aufgehende Sonne. Eine Kirche der Nähe und Begegnung: begreifbar, offen, einladend und präsent.

 

Wettbewerb: 1. Preis, 2011

Planungsbeginn: 2011

Baubeginn: Juli 2015

Fertigstellung: Juni 2018

 

Architekten:

meck architekten gmbh

Andreas Meck †, Axel Frühauf
 

Mitarbeiter:

Wolfgang Amann (Projektleitung), Martina Frieling, Tobias Jahn (Projektleitung), Vivian Krieg (Projektleitung), Benjamin Nejedly, Carlos Wilkening, Stefan Zöls

 

Baudurchführung:

Rudolf+Sohn Architekten

 

Fotografie:

Michael Heinrich, München; Florian Holzherr, München

 

Auszeichnung:


2020

  • International Prize for Sacred Architecture,
    Fondazione Frate Sole, 1. Preis
     

2019

  • Heinze ArchitektenAWARD 2019, Kategorie "Kultur-, Veranstaltungs- und Sportbauten", 1. Preis
  • Best Architects Award 20, Winner
  • Deutscher Architekturpreis 2019, Auszeichnung
  • MaterialPREIS 2019, Katgeorie "Materialeinsatz", 1.Platz
  • Nike BDA Architekturpreis, Grosse Nike, Kirchenzentrum Seliger Pater Rupert Mayer, Poing
  • GEPLANT + AUSGEFÜHRT GHM, 1. Preis, Kirchenzentrum Seliger Pater Rupert Mayer, Poing
  • Deutscher Ziegelpreis 2019 Ziegel Zentrum Süd e. V., Anerkennung Kirchenzentrum Seliger Pater Rupert Mayer, Poing
  • BDA Preis Bayern 2019 Besondere Bauten, Kirchenzentrum Seliger Pater Rupert Mayer, Poing

 

Kunst:

Carola Heine (Madonna), Ulrich Rückriem mit Alfred Karner (Liturgische Orte), Juliane Schölß (Liturgisches Gerät), Jerry Zeniuk (Patrozinium)

 

 

Weitere Projekte: