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Kopfanbau Stadtwerke, München,
2007

Das Planungsreferat München ist im Hochhaus von Hermann Leitenstorfer untergebracht, das als zeichenhaftes Gebäude in der Münchener Innenstadt ablesbar ist. Der Umzug eines Teils der Behörde in das gegenüber liegende ehemalige Verwaltungsgebäude der Stadtwerke machte dessen Erweiterung mit einem Kopfanbau notwendig. Das Gebäude der Stadtwerke und das Hochhaus des Planungsreferates treten mit ihren Ziegel-Lochfassaden als monolithisch wirkende, materialsichtige Körper in Erscheinung.

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Das ehemalige Verwaltungsgebäude ist charakterisiert durch flächenbündig sitzende Metallfenster, die die körperhafte Erscheinung betonen. Der Entwurf für die neue Fassade greift diese Themen auf: Die Lochfassade, die Materialsichtigkeit, Größe und Proportion der Fenster, die Farbe Rot. Gleichzeitig werden diese Themen weiterentwickelt und modifiziert. Die neue Fassade ist monolithisch in Beton gegossen, strahlt Ruhe und Kraft aus im Kontext der heterogenen Umgebung. Der Beton ist mit Pigmenten ziegelrot eingefärbt. Materialsichtigkeit, Strukturierung und Zufälligkeit im Beton korrespondieren mit der rohen Lebendigkeit des Ziegels ohne das Neue zu verleugnen und geben der Fassade Tiefe und individuelle Prägung. Die Farbe bindet die Erweiterung in den Bestand ein und verweist inhaltlich auf das Muttergebäude des Planungsreferates. Gleichzeitig wird mit der Übernahme der Höhe des bestehenden Verwaltungsgebäudes die Vertikale des Kopfanbaus betont. Im Stadtraum wird Bezug und Zugehörigkeit zum Hochhaus des Planungsreferates augenscheinlich.

Die Stahlbeton-Sichtfassade ist als siebenstöckiges fugenloses monolithisches Bauteil frei beweglich befestigt und vom Dachgeschoss abgehängt.

Gutachterverfahren: 2004

Planungsbeginn: Juni 2005

Fertigstellung: Juli 2007

 

Architekten:

meck architekten

Prof. Andreas Meck

 

Projektleitung:

Wolfgang Amann, Bernd Bayer (Projektleitung), Susanne Frank

 

Baudurchführung:

Sebastian Kruppa

 

Fotografie:

Michael Heinrich, München

 

 

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