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Rathaus Maitenbeth,
2015

Das Neue Rathaus ordnet die städtebauliche Situation in Maitenbeth neu und stärkt mit seiner Setzung den historischen Ortskern. Über die Baukörperstellung wird die bestehende, übergeordnete Wegeverbindung von Nordosten (Bernreiter Weg) aufgegriffen, thematisiert und aufgewertet. Die wichtigen Blickbeziehungen auf die Alte Post und den Dorfkern bleiben in diesem Zuge erhalten. Der Kirchplatz erfährt nach Osten hin einen wohltuenden, räumlichen Abschluss. Mit der Zugangssituation ins Neue Rathaus vom Kirchplatz aus entsteht ein öffentlicher Raum mit hoher Gestalt- und Aufenthaltsqualität, welcher von einer schattenspendenden Dorf-, bzw. Tanzlinde überstanden wird.

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Das Neue Rathaus nimmt sich in seiner Situierung und Höhenentwicklung gegenüber der Alten Post zurück und lässt dem Denkmal die Dominanz im Ortsgefüge, ohne an notwendiger Präsenz zu verlieren. Alte Post und Neues Rathaus bilden ein Ensemble, in welchem zukünftig die Kultur- und Verwaltungseinrichtungen der Gemeinde unter Ausnutzung von Doppelnutzungspotentialen (Bürgersaal, Ratsaal und Trauzimmer) gemeinsam untergebracht sind. Beide Baukörper spannen den neuen Rathausplatz auf, über welchen die Bürger künftig von den nordöstlichen Ortsteilen, über den Bernreiter Weg kommend, fußläufig auf den Kirchplatz gelangen. Der neue Rathausplatz heilt auch die bislang undefinierte Zugangssituation in das künftige Bürgerhaus. Dieser dem Bürgerhaus vorgeschaltete, qualitativ hochwertige Außenraum bildet jetzt ein angemessenes Entree.

Die innere Organisation des Neuen Rathauses reagiert feinsinnig auf die bestehende Topographie und vermittelt zwischen den unterschiedlichen Außenniveaus. Über die geschickte Anordnung der beiden Zugänge und eines Lifts sind alle Ebenen barrierefrei erschlossen.

Die Dachform des Satteldaches, geputzte, massive Aussenwände mit Lochfassaden und Fensterfaschen und die Farbgebung sind dem dörflichen Kontext entlehnt. Somit sorgen sie für ein selbstverständliches Einfügen in das bestehende Ortsbild.

Wettbewerb: 1. Preis, 2013

Planungsbeginn: Juli 2013

Fertigstellung: Dezember 2015

 

Architekten:

meck architekten gmbh

Andreas Meck, Axel Frühauf

 

Mitarbeiter:

Isabel Protschky, Nanjana Sterzik, Carlos Wilkening (Projektleitung), Felix Zeitler

 

Bauleitung:

Thomas Hammer

 

Fotografie:

Michael Heinrich, München

 

Auszeichnung:

  • Deutscher Ziegelpreis 2017, Ziegel Zentrum Süd e. V., Anerkennung
  • Heinze ArchitektenAWARD 2017, Sieger Kategorie „Büro- und Verwaltungsbauten“

 

 

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